Die einen feiern die Sessionseröffnung, andere Sankt Martin von Tours und wir denken auch an Papa …

Am 11.11. vor 25 Jahren ist mein Vater gestorben! Mutti war erst 52 Jahre alt, als sie Witwe wurde und sie hat nie einen anderen Mann geliebt …

Da Papi schon einige Jahre herzkrank war, Bypässe in der Schweiz in einer Spezialklinik bekam, Mengen an Medikamenten brauchte aber weiter seine filterlosen Zigaretten rauchte, war den beiden klar, sie würden nicht zusammen alt werden! Aber Mutti sagt, sie habe ein schönes Leben an seiner Seite geführt! 4 Kinder, viele viele schöne Urlaubsreisen (da beide im Schuldienst waren, gabs ja auch viel gemeinsame Ferienzeit), der Bau des Hauses, … ganz viele schöne Erinnerungen!

Muttis Leben nach Vaters Tod hat sie sich erkämpft! Es war nicht einfach für sie in den ersten Jahren – aber sie hat jedes Jahr besser gemacht als das vorherige! Der 11.11. allerdings ist für sie immer ein Trauertag – so auch heute! Sie mag nicht aufstehen, nicht essen oder wenigstens ein wenig fernsehen. Heute halten wir besonders lang ihre Hand!

Hier im Sauerland ist es Brauch der Kinder, am Martinstag mit selbstgebastelten Laternen hinter der Musikkapelle laut singend durch das Dorf zu ziehen; nach dem Martinsspiel gibt es dann eine Brezel für jedes Kind! Mutti stammt aus dem Rheinland, aus Ratingen – dort ist es üblich, von Haus zu Haus zu ziehen und dort für Süßigkeiten zu singen. So erzählt sie aus ihrer Kindheit … ihre Mutter wollte das nicht, war zu stolz, daß ihre beiden Mädchen „betteln gingen“ am Martinstag! Also machten Mutti und Tante Heidi es heimlich und versteckten die Kleinigkeiten gut 😉

Die Stickerei von Mutti zeigt Kinder in Schal und Mütze mit Martinslaternen – da wars noch kalt im November 😉

 

 

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